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Unterstützer im Porträt: Deutsche Gesellschaft für Pathologie e.V. (DGP)

Die Pathologie ist ein wichtiger Ausgangspunkt der modernen Krebsmedizin. Die Deutsche Gesellschaft für Pathologie vertritt die Interessen des Fachgebiets, stärkt den wissenschaftlichen Austausch und setzt sich gezielt für den Nachwuchs ein.

Die Pathologie ist ein wichtiger Ausgangspunkt der modernen Krebsmedizin. Die Deutsche Gesellschaft für Pathologie vertritt die Interessen des Fachgebiets, stärkt den wissenschaftlichen Austausch und setzt sich gezielt für den Nachwuchs ein.

Pathologie schafft Klarheit

Die Pathologie ist ein zentrales Fachgebiet der modernen Medizin. Sie untersucht Gewebeproben, erkennt und ordnet Erkrankungen wie Tumoren, Entzündungen oder Infektionen ein und schafft damit eine wichtige Grundlage für diagnostische und therapeutische Entscheidungen.

In den vergangenen Jahren hat sich das Fach deutlich weiterentwickelt. Digitale Pathologie und Künstliche Intelligenz tragen dazu bei, Befunde präziser und schneller auszuwerten. Pathologinnen und Pathologen arbeiten eng mit klinischen Disziplinen zusammen, sind in Tumorboards sowie bei Operationen eingebunden und verbinden Forschung mit Versorgung. Ihre Befunde helfen dabei, Diagnosen genauer zu stellen und Therapien stärker an den Bedürfnissen von Patientinnen und Patienten auszurichten. Damit legen sie einen Grundstein für personalisierte Krebstherapien.

Unterstützerportrait DGP
Mikroskopische Untersuchungen sind wichtige Grundlage für die präzise Tumordiagnostik. © Pepe Lange

Starke Stimme für die Pathologie

Die Deutsche Gesellschaft für Pathologie e.V. (DGP) wurde 1897 unter dem Vorsitz Rudolf Virchows gegründet und zählt zu den ältesten medizinischen Fachgesellschaften weltweit. Mit mehr als 1.000 Mitgliedern bietet sie Pathologinnen und Pathologen eine Plattform für wissenschaftlichen Austausch, Vernetzung und interdisziplinäre Zusammenarbeit.

Die DGP vertritt die Interessen des Fachgebiets in Wissenschaft, Medizin und Gesundheitspolitik. Sie bringt ihre Expertise in öffentliche Stellungnahmen, Positionspapiere und Pressekonferenzen ein und wirkt an der Entwicklung von Leitlinien mit, unter anderem im Leitlinienprogramm Onkologie gemeinsam mit der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Krebshilfe.

Wissen vernetzen, Nachwuchs fördern

Zentraler Bestandteil der DGP-Arbeit sind ihre 17 Arbeitsgemeinschaften, die das gesamte Spektrum der Pathologie abbilden: von der Gynäkopathologie über die Molekularpathologie bis zur Zytopathologie. Hier tauschen sich die Mitglieder über aktuelle Forschungsergebnisse, neue Analysemethoden und Entwicklungen des Fachs aus, erarbeiten gemeinsame Publikationen und gestalten das wissenschaftliche Programm der DGP-Jahrestagung.

Ein besonderes Anliegen der DGP ist die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Mit den alle zwei Jahre stattfindenden Nachwuchsakademien begleitet sie junge Forschende auf ihrem Karriereweg und stärkt ihre fachliche Weiterentwicklung. Auszeichnungen wie der Rudolf-Virchow-Preis würdigen herausragende wissenschaftliche Leistungen des Nachwuchses und setzen Impulse für dessen weiteres Engagement in der Pathologie.

Weitere Informationen zum Unterstützer

Weitere Informationen bietet die Deutsche Gesellschaft für Pathologie auf ihrer Website. Dort finden Interessierte auch Kontaktmöglichkeiten.

Drei Fragen an Prof. Dr. med. Christoph Röcken

Die Deutsche Gesellschaft für Pathologie (DGP) ist seit dem Beginn der Nationalen Dekade gegen Krebs als Unterstützer dabei. Im Interview erklärt ihr Vorsitzender Prof. Dr. med. Christoph Röcken, warum Pathologie für Diagnostik, Forschung und personalisierte Therapie so wichtig ist und wie digitale Verfahren die Krebsmedizin weiterentwickeln können.

Welche Aufgaben und Ziele verfolgt die Deutsche Gesellschaft für Pathologie und welche Rolle spielt dabei die Krebsforschung? 

Die Deutsche Gesellschaft für Pathologie ist eine akademische Fachgesellschaft, die die Pathologie in Forschung, Lehre und Weiterbildung stärkt. Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt darauf, Karrierewege zu gestalten – für den ärztlichen Nachwuchs ebenso wie für Naturwissenschaftlerinnen und Naturwissenschaftler. Auch im Bereich der schulischen Bildung ist die DGP tätig. Daneben verfolgt die DGP das Ziel „Forschungsräume zu schaffen“ durch wissenschaftliche Kongresse, Arbeitsgemeinschaften und thematische Netzwerke, in denen Erkenntnisse gebündelt und weiterentwickelt werden.  Ein weiteres Themenfeld ist die Digitalisierung pathologischer Daten, um Auswertung und Interpretation zu verbessern, ohne die Datenhoheit aus der Hand zu geben.

Die Krebsforschung nimmt dabei einen wichtigen Platz ein, auch wenn die Pathologie weit über die Onkologie hinaus Aufgaben übernimmt. Gerade in der Krebsmedizin trägt sie dazu bei, Tumorerkrankungen genauer zu unterscheiden, neue Untergruppen zu erkennen und Forschung in anwendbares medizinisches Wissen zu überführen.

Warum ist die Pathologie für die Krebsbehandlung so wichtig, und welche Chancen bieten personalisierte Medizin, digitale Pathologie und Künstliche Intelligenz? 

Bei den meisten soliden Tumoren liefert die Pathologie die Diagnose, auf der die weitere Behandlung aufbaut. Dabei geht es heute nicht mehr nur um das mikroskopische Bild eines Tumors, sondern auch um seine molekularen Eigenschaften. Diese Informationen helfen zu beurteilen, ob bestimmte Medikamente infrage kommen. Gleichzeitig eröffnet die digitale Pathologie neue Möglichkeiten, Gewebeproben präziser auszuwerten. Künstliche Intelligenz kann diese Analysen sinnvoll ergänzen und zusätzliche Hinweise für Prognose und Therapie liefern. Sie ersetzt die fachliche Beurteilung durch Pathologinnen und Pathologen jedoch nicht. Ein wichtiger nächster Schritt ist es, die Komplexität von Tumoren noch besser zu erfassen und neue Erkenntnisse gezielt in die klinische Anwendung zu überführen.

Warum engagiert sich die DGP in der Nationalen Dekade gegen Krebs und welche Chancen sieht sie darin?

Aus Sicht der DGP hat die Nationale Dekade gegen Krebs wichtige Strukturen gestärkt, die Forschung und Versorgung enger miteinander verbinden. Dazu zählen evidenzbasierte Leitlinien, Qualitätssicherung, zertifizierte Zentren, Spitzenzentren und molekulare Tumorboards. Für die Pathologie ist die Dekade deshalb eine wichtige Plattform, um ihre diagnostische und wissenschaftliche Expertise einzubringen und neue Erkenntnisse gezielt in die Versorgung zu übertragen. Zugleich sieht die DGP die Aufgabe, die Fortschritte der vergangenen Jahre langfristig zu sichern und weiterzuentwickeln.

Prof. Dr. med. Christoph Röcken über die Bedeutung der Pathologie

 

„Pathologie arbeitet für lebende Menschen. Sie hilft dabei, Erkrankungen genauer zu verstehen, Tumoren differenziert einzuordnen und die Grundlage für eine möglichst passende Behandlung zu schaffen. Damit ist sie ein wichtiger Partner in der Krebsmedizin – oft im Hintergrund, aber mit großer Bedeutung für Diagnostik, Therapieentscheidungen und den weiteren Behandlungsweg.“

 

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