Nichtrauchen rettet Leben
Die Nationale Krebspräventionswoche vom 1.–7. September 2025 zeigt, wie wirksam Nichtrauchen Leben retten kann – und warum Aufklärung heute wichtiger ist, denn je.
Unter dem Motto „Fakten gegen Dampf und Rauch“ klären die Stiftung Deutsche Krebshilfe, das Deutsche Krebsforschungszentrum und die Deutsche Krebsgesellschaft während der Krebspräventionswoche über die Risiken von Tabak und Nikotin auf. „Nichtrauchen verlängert das Leben“, betont Prof. Dr. Bernd Schmidt, Vorstand der Pneumologisch-Onkologischen Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Krebsgesellschaft, anlässlich der Krebspräventionswoche. Und das nicht nur im Hinblick auf Lungenkrebs: Rauchen begünstigt auch Krebs in Mund, Speiseröhre, Kehlkopf, Bauchspeicheldrüse, Blase, Niere, Gebärmutter, Brust und sogar im Dickdarm.
Deutschland raucht – mit Folgen
Der neue Tabakatlas des Deutschen Krebsforschungszentrums zeigt alarmierende Fakten: „Jährlich sterben rund 130.000 Menschen an den Folgen des Rauchens – darunter 90.000 an Krebs“, erklärt Prof. Dr. Ute Mons, Mitautorin des Berichts. „Die gesundheitlichen, gesellschaftlichen und ökologischen Folgen sind enorm.“
Die Nationale Krebspräventionswoche klärt umfassend auf und räumt mit Mythen rund ums Rauchen auf. Viele glauben beispielsweise, E-Zigaretten oder Verdampfer seien weniger schädlich. Doch „auch diese Produkte sind gefährlich“, warnt Prof. Schmidt, der als Pneumologe täglich die Folgen bei seinen Patientinnen und Patienten sieht.
Jugendliche im Fokus: Vapes & Co sind kein harmloser Trend
Süße Aromen und das stylische Design machen Verdampfer besonders für Jugendliche attraktiv. „Viele denken, sie inhalieren harmlosen Wasserdampf“, sagt Dr. Claudia Bauer-Kemény, Expertin für Prävention an der Thoraxklinik Heidelberg. Doch die Realität ist eine andere: Vapes enthalten Nikotin, Aromastoffe und krebserregende Substanzen – ein gefährlicher Cocktail, besonders für Jugendliche. Einweg-Vapes boomen auf Social Media. Schon ein Viertel der 15-jährigen Mädchen nutzt sie regelmäßig. Oft sind sie der Einstieg ins Zigarettenrauchen. „Je früher der Einstieg, desto stärker die Abhängigkeit“, weiß Dr. Bauer-Kemény.
Rauchstopp lohnt sich – in jedem Alter
Die gute Nachricht: Es ist nie zu spät, aufzuhören. Schon nach kurzer Zeit normalisieren sich Blutdruck und Herzfrequenz. Langfristig sinkt das Risiko für Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Wer sich Unterstützung bei der Entwöhnung holt, steigert die Erfolgschancen erheblich.
Prof. Dr. Stefan Andreas, Leiter der Taskforce Tabakentwöhnung der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP), empfiehlt:
• Verhaltenstherapie
• Nikotinersatzprodukte (Pflaster, Kaugummis)
• Apps und Onlineprogramme (von Krankenkassen bezahlt)
• Tabakentwöhnungskurse
• Das kostenfreie Rauchfreiticket des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG)
Aufhören ist möglich – und lohnt sich. Für die Gesundheit und für mehr Lebensqualität.