Daten aus der Durchflusszytometrie: Mehr als nur Punkte im Diagramm
Schweres Wort, große Wirkung: Bei der Durchflusszytometrie untersucht Laserlicht Zellen oder Partikel wie Blut und Knochenmark auf Größe, innere Struktur und Merkmale. Dr. María Paula Roberti vom Deutschen Krebsforschungszentrum gewinnt mit dieser Methode Hunderte von Daten in Sekundenschnelle und kann daraus entscheidende Rückschlüsse ziehen.
Ich liebe Durchflusszytometrie, weil sie uns ermöglicht, Zellen ganz genau zu untersuchen – wie sie aussehen und was sie können. So können wir komplexe Fragen stellen: Sind diese Zellen aktiviert? Produzieren sie bestimmte Proteine? Sind sie gesund oder krank? Die Kombinationsmöglichkeiten sind nahezu unbegrenzt und geben uns tiefe Einblicke in die Identität und Funktion von Zellen.
Mit dieser Technologie können wir in unserem Labor Tausende von Zellen pro Sekunde analysieren und gleichzeitig bis zu 30 verschiedene Eigenschaften jeder einzelnen Zelle messen: Größe, Granularität, Proteinexpression und vieles mehr. So können wir seltene Zelltypen erkennen, ihre Veränderungen über die Zeit verfolgen und sogar neue Zellpopulationen entdecken – egal, ob wir Tumorzellen oder Immunzellen anschauen.
Wir können 384 Tests auf einer einzigen Platte durchführen. So lassen sich in kurzer Zeit Hunderte von Proben screenen oder Hunderte unterschiedlicher Bedingungen an derselben Probe testen.
Die eigentliche Stärke zeigt sich aber, wenn wir die Punkte verbinden. Daten aus der Durchflusszytometrie werden noch wertvoller, wenn wir sie mit anderen Informationen kombinieren, etwa mit genetischen oder metabolischen Profilen. Auf diese Weise verwandeln wir Rohdaten in verwertbare Erkenntnisse. Wir identifizieren Biomarker, sagen Krankheitsverläufe vorher und entwickeln gezielte Therapien. Kurz gesagt: Durchflusszytometrie-Daten sind nicht einfach nur Zahlen. Sie sind ein Schlüssel zum Verständnis von Gesundheit und Krankheit auf Zellebene.
25.02.2026
Mit dem Mikroskop dem Krebs auf der Spur
Ein Blick durch die Linse verrät ihr viel: Dr. Nezha Benabdallah geht Tumoren auf Molekular-Level auf den Grund. Für ihre Erkenntnisse um Sarkome und deren Entstehung ist das richtige Werkzeug unabdingbar. Übersetzt aus dem Englischen.
Im Laufe meiner wissenschaftlichen Laufbahn gab es eine Konstante: den Einsatz von konfokaler und Superauflösungs-Mikroskopie. Dabei handelt es sich um hochmoderne Mikroskope, die mit Laserlicht sehr detaillierte, dreidimensionale Aufnahmen aus dem Inneren von Zellen machen. So können wir Strukturen im Zellkern sichtbar machen. Diese Geräte stehen im Zentrum meiner Arbeit. Mit ihrer Hilfe untersuche ich, wie Moleküle, die Krebs vorantreiben, sich verhalten und wie sie die normale Aktivität von Genen beeinflussen. Um zu verstehen, wie diese Moleküle funktionieren, verbinde ich Methoden der Molekularbiologie mit computergestützten Auswertungen – aber die Bildgebung war immer das Fundament meiner Forschung.
Tatsächlich war die Mikroskopie entscheidend für Beobachtungen, die mit biochemischen oder anderen Methoden, die nur Durchschnittswerte ganzer Zellpopulationen liefern, nicht möglich wären. Ganz nach dem Motto „Sehen heißt glauben“ ermöglichen mir die Bilder, direkt zu verfolgen, wie einzelne Zellen reagieren – statt ihr Verhalten nur aus gemittelten Messwerten abzuleiten. Wenn ich überprüfen möchte, ob ein Ergebnis belastbar ist und wie allgemein eine Beobachtung gilt, greife ich zum Mikroskop. So kann ich sehen, ob sich die Biologie tatsächlich auf Ebene einzelner Zellen widerspiegelt. Die Mikroskopie hat meine Forschung stark beeinflusst und wird auch in Zukunft ein wesentlicher Bestandteil meiner Arbeit bleiben.
15.01.2026
Der 3D-Drucker und Ich
Die Nachwuchspreisträgerin Dr. Christina Stengl testet im Rahmen ihrer Forschung sogenannte „Phantome“, um herauszufinden, wie sich die Strahlentherapie optimieren lässt.
Der erste Gedanke, der Ihnen beim Betrachten meines Fotos vielleicht kommt, ist: „So einen 3D-Drucker habe ich auch zu Hause!“ Genau das macht meine Forschung so greifbar. Was wir tun, könnte theoretisch in jedem Wohnzimmer starten und integriert Wissenschaft ein Stück näher in unseren Alltag ein.
Dabei geht es uns aber nicht darum, hübsche Deko oder praktische Ersatzteile zu drucken. Wir verfolgen ein anderes Ziel: Mit verschiedenen Materialien versuchen wir, die radiologischen Eigenschaften des menschlichen Körpers nachzubilden.
Auf dem Bild ist unsere Prusa XL 3D-Drucker zu sehen. Im Moment produziert er ein Testmodell für ein Phantom, das eine schwangere Frau darstellt, welches wir im Rahmen unseres Projektes entwickeln. Warum wir das machen? Weil die CT-Aufnahmen unserer 3D-gedruckten Phantome am Ende genauso aussehen sollen wie echte medizinische Bilder und sich während einer Ionenstrahltherapie auch wirklich wie menschliches Gewebe verhalten sollen. Knochen sind zum Beispiel besonders dicht und erscheinen im CT-Bild sehr hell, weil sie einen hohen Wert auf der Hounsfield-Skala haben - diese gibt an, wie stark ein Gewebe Röntgenstrahlen abschwächt. Wir suchen nach Materialien, die diese Dichte und Zusammensetzung möglichst genau nachahmen, um realistische Phantome für die Forschung zu bekommen.
Die größte Herausforderung: Wir wollen nicht nur einen Körper nachbilden, sondern zwei – eine schwangere Frau und den Fötus in verschiedenen Entwicklungsstadien. So können wir die Strahlendosis für den Fötus während einer Krebstherapie verlässlich bestimmen, ohne echte Patientinnen und Patienten zu gefährden.
Der Drucker auf meinem Foto ist also weit mehr als ein Hobbygerät. Er steht für eine Technologie, die dabei hilft, Krebsbehandlungen sicherer zu machen.
23.09.2025
Ein Tag im Leben einer Gruppenleiterin
Übersetzt aus dem Englischen.
Nezha Benabdallah leitet ihre eigene Forschungsgruppe an der Universität Edinburgh (Schottland) und erhält als Chancellor’s Fellow eine Förderung für exzellente Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler. Sie erforscht Sarkome - seltene Tumoren - und die Moleküle, die ihre Entstehung begünstigen. In ihrer Arbeit verbindet sie Grundlagenforschung mit klinischer Praxis, um neue Erkenntnisse über die Steuerung von menschlichen Erbinformationen zu gewinnen.
Ich wache meist zwischen 6:30 und 7:00 Uhr auf – je nachdem, wie früh meine dreijährige Tochter den Tag beginnen möchte. Die Morgenstunden gehören der Familie: Wir frühstücken gemeinsam, und anschließend bringen mein Mann oder ich unsere Tochter bis 8:45 Uhr in die Kita.
Daher beginnt mein Arbeitstag oft um 9:30 Uhr. Dieses Jahr war besonders intensiv, da ich meine Forschungsgruppe neu aufgebaut habe. Meine Aufgaben sind vielfältig: Ich bilde Mitarbeitende im Labor aus, schreibe Förderanträge und übernehme die Verantwortung als Gruppenleiterin – dazu gehören das Lesen und Bewerten von Abschlussarbeiten und Fachartikeln sowie die Mitwirkung in Kommissionen.
Es gibt Tage, an denen ich mehr Zeit im Labor oder in meinem Büro verbringe. Unabhängig davon treffe ich mich einmal in der Woche mit meinem Team im Labor. Diese Besuche ermöglichen es mir, mich mit meinen Kolleginnen und Kollegen auszutauschen oder selbst Experimente durchzuführen. Seitdem ich Gruppenleiterin bin, ist das die größte Veränderung in meinem Alltag: Während ich früher als Postdoc Experimente an einem Tag durchführen und abschließen konnte, muss ich sie heute oft über mehrere Tage verteilen – die Zeit am Labortisch ist knapper geworden.
Am späten Nachmittag beantworte ich in der Regel E-Mails, gehe meine To-Do-Liste durch und plane die Aufgaben für den kommenden Tag. Ich gebe mein Bestes, um auch für ungeplante Treffen oder spontane Gespräche für meine Gruppenmitglieder erreichbar zu sein. Das ist einer der Gründe, warum ich lieber im Büro als zu Hause arbeite. Manche Aufgaben erledige ich auch erst in den Abendstunden, nachdem ich meine Tochter ins Bett gebracht habe oder es im Büro ruhiger wird.
12.08.2025
Tagebuch einer „Mom-Scientist“: Dienstag-Edition
Übersetzt aus dem Englischen.
Dr. María Paula Roberti leitet am Deutschen Krebsforschungszentrum das Team für translationale Forschung in der Immuno-Onkologie und zum Mikrobiom. Ihre Arbeit konzentriert sich auf jene Mikroorganismen und Immunzellen, die eine zentrale Rolle in der körpereigenen Abwehr gegen Krebszellen spielen.
Der Tag beginnt mit einem Familienfrühstück. Es ist immer ein bisschen chaotisch, aber es ist ein schöner gemeinsamer Start in den Tag. Auf dem Weg zur Arbeit begrüßt mich ein atemberaubender Blick auf den Neckar. Dieser ruhige Moment wird nie langweilig, egal wie oft ich ihn erlebe. Im Labor angekommen, beginne ich den Vormittag meist am Schreibtisch mit dem Lesen meiner E-Mails. Dort verbringe ich oft auch meine Mittagspause. Mein Arbeitsplatz ist mehr als nur funktional, er erzählt eine kleine persönliche Geschichte:
1. Ein Notizbuch mit täglichen Forschungsnotizen.
2. Süße Zeichnungen meiner Tochter, von dem Tag, an dem ich sie spontan mit ins Labor nehmen musste.
3. Motivationsstücke: mein Publikumspreis der NDK und handgefertigte Keramik-Laborgläser. Ein liebevolles Geschenk einer guten Freundin.
4. Mein unverzichtbarer Begleiter für lange Stunden: argentinischer Mate-Tee.
Am späten Vormittag treffen wir uns im Team zum Labormeeting. Wir sind ein diverses, interdisziplinäres Team, genau das macht unsere Treffen so lebendig. Jede Perspektive zählt und ich gehe jedes Mal mit neuer Energie und frischen Ideen hinaus.
Der weitere Tag ist geprägt von einer Mischung aus praktischer Betreuung im Labor – etwa von Studierenden und Postdocs – und dem Jonglieren mit anderen Forschungsaufgaben. Am späten Nachmittag ist dann Familienzeit: Ich hole die Kinder aus der Kita und dem Kindergarten ab. Manchmal machen wir noch einen kleinen (strategisch wichtigen) Abstecher aufs Feld, um frische Äpfel oder Erdbeeren zu pflücken.
Die Abende gehören ganz der Familie mit Abendessen, gemeinsamen Momenten und Gute-Nacht-Geschichten. Heute gab es sogar einen kleinen Bonus: Ich durfte mein Deutsch beim Vorlesen üben! Danach folgt noch ein bisschen ruhige Computerarbeit zum Tagesabschluss, inklusive des Schreibens dieses Tagebucheintrags.
Eindrücke aus María Paula Robertis Forschungsalltag
Ein Tag als Wissenschaftlerin – Vielfalt, Herausforderungen und Leidenschaft
In ihrer Doktorarbeit hat Christina Stengl ein Modell entwickelt, das Atembewegungen simulieren kann. Mithilfe dieses „Phantoms“ kann untersucht werden, wie sich der Tumor und die umliegenden Organe bei der Atmung bewegen. Mit dem Wissen will sie die Bestrahlung optimieren. Ihr Ziel ist es, Krebstherapien zu verbessern.
Kein Tag in meinem Leben als Wissenschaftlerin gleicht dem anderen. Worauf Verlass ist: Es gibt stetig neue Herausforderungen, neue Erkenntnisse und oft auch unerwartete Wendungen. Genau diese Vielseitigkeit macht meine Arbeit so spannend und erfüllend.
Ein großer Teil meines Tages spielt sich am Schreibtisch ab. Ich verfasse wissenschaftliche Publikationen, beantworte E-Mails, plane neue Experimente oder wir besprechen im Team und mit Kollaborationspartnerinnen und -partnern unser weiteres Vorgehen. Den verbleibenden Teil meiner Zeit stehe ich im Labor und widme mich praktischer Arbeit: Ich mische beispielsweise Materialien für Organmodelle an oder baue ein Phantom für Messungen zusammen. Die Kombination aus theoretischer und praktischer Arbeit macht meinen Beruf einzigartig und abwechslungsreich.
Besonders intensiv sind die Nachtschichten, in denen wir am Bestrahlungsplatz unseres Teilchenbeschleunigers die gebauten Phantome unter klinischen Bedingungen testen, wir simulieren also eine Bestrahlungstherapie. Mit Hilfe der nachgebauten Körperregionen können wir Strahlendosen messen und Behandlungspläne testen, ohne Patientinnen und Patienten zu gefährden. Wir bestrahlen verschiedene Detektoren im Phantom mit verschiedenen Ionen und vergleichen die Ergebnisse miteinander.
Christina Stengl bei nächtlichen Experimentvorbereitungen im Bestrahlungsraum des Heidelberger Ionenstrahl-Therapiezentrums (HIT).
Diese Messungen machen wir nachts, da tagsüber der Fokus auf der Patientenversorgung liegt. Von 22 Uhr abends bis 5 Uhr morgens konzentriert zu arbeiten, ist zwar herausfordernd, aber auch eine faszinierende Erfahrung. Die Kaffeepausen bringen einen durch die Nacht. Sie sind nicht nur eine Gelegenheit, sich mit Koffein zu versorgen. In diesen Momenten entstehen oft die besten Gespräche mit Kolleginnen und Kollegen bei denen sowohl wissenschaftliche Themen als auch Privates besprochen werden. Nicht selten führen diese Diskussionen zu neuen Ideen oder Lösungsansätzen für aktuelle Herausforderungen.
Die Wissenschaft ist kein klassischer 9-to-5-Job, aber genau das liebe ich daran. Jeder Tag bietet Neues, fordert mich heraus und gibt mir die Möglichkeit, die Grenzen des Wissens ein Stück weiter zu verschieben. Trotz der langen Nächte, der komplexen Herausforderungen und des mitunter anstrengenden Alltags könnte ich mir keinen erfüllenderen Beruf vorstellen.
20.05.2025
Dr. Dr. Daniel Michaeli - Neugier, Leidenschaft und Disziplin
Dr. Dr. Daniel Michaeli war als Assistenzarzt in der Abteilung für Innere Medizin und Onkologie am NCT Heidelberg tätig. Seit 2025 unterstützt er Nextech bei der Entwicklung neuer Medikamente.
Das mache ich nach intensiver Forschung, um zu entspannen
Sport
Dieses Erlebnis hat mein Interesse an meinem Forschungsgebiet geweckt
Meine Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der London School of Economics bei Professor Panos Kanavos.
Meine Forschung in drei Sätzen
Ich forsche an der Schnittstelle zwischen Medizin und Ökonomie zu relevanten Themen für Patientinnen und Patienten, Pharmaunternehmen, Krankenversicherungen sowie Ärztinnen und Ärzte. Hierbei fokussiere ich mich insbesondere auf die Entwicklung, Zulassung und Preisgestaltung von neuen und innovativen Medikamenten. Ziel ist es, unseren Patientinnen und Patienten sehr schnell flächendeckenden Zugang zu diesen neuen, möglicherweise lebensrettenden, aber auch sicheren Medikamenten zu ermöglichen.
Diese drei Dinge sind bei meiner Arbeit unverzichtbar
Spaß, mein Stethoskop, kritisches Denken
Diese Eigenschaft macht mich zum Forschenden
Neugier, Leidenschaft, Disziplin
Mein Lieblingsgegenstand im Labor
Stethoskop
Mit dieser Person würde ich gerne einen Tag verbringen
Gesundheitsministerin oder Gesundheitsminister
So wird mein Forschungsbereich in 10 Jahren aussehen
Gesundheitsökonomische und -politische Fragen werden in den kommenden Jahren zwangsläufig zunehmen. Ich setze mich für einen stärkeren Austausch zwischen den relevanten Disziplinen (Medizin, Ökonomie, Politik, Jura) ein, damit diese immer relevanter werdenden Fragen interdisziplinär beantwortet werden können. Hierbei muss aber zwangsläufig der Einbezug von Patientinnen und Patienten (oder Patientenvertreterinnen und Patientenvertretern) berücksichtig werden.
15.04.2025
Dr. Nezha Benabdallah - Unbändige Begeisterung ist für ihre Arbeit unverzichtbar
Dr. Nezha Benabdallah ist Group Leader und Chancellor's Fellow - Stipendiatin der University of Edinburgh. Sie erforscht Sarkome und die Moleküle, die diese Krebsart auslösen.
Das mache ich nach intensiver Forschung, um zu entspannen
Ich gehe entweder joggen oder spazieren, draußen im Wald, in den Hügeln oder einfach nach Hause laufen, um mich zu entspannen und den Kopf frei zu bekommen.
Dieses Erlebnis hat mein Interesse an meinem Forschungsgebiet geweckt
Als Kind wurde mir bewusst, wie viel wir (Menschen) noch nicht wissen, und das weckte in mir den Wunsch, zur Entdeckung neuer Dinge beizutragen und Forscherin zu werden. Mein Interesse an der Biologie wuchs allmählich, wobei ich mich zunächst auf grundlegende molekulare Mechanismen spezialisierte, bevor ich mich jetzt auf die Krebsforschung konzentriere.
Meine Forschung in drei Sätzen
Ich erforsche Sarkome, das ist ein Überbegriff für bösartige Tumoren, die Knochen und Weichgewebe bei Kindern und jungen Erwachsenen befallen. Sie werden typischerweise von einem einzelnen krebsauslösenden Molekül angetrieben. Meine Forschung zielt darauf ab, zu verstehen, wie diese Moleküle funktionieren, um ihre Wirkung zu verhindern und neue Therapien zu entwickeln.
Diese drei Dinge sind bei meiner Arbeit unverzichtbar
Ein gutes Team, gut erzogene und kooperative Zellen, unbändige Begeisterung
Diese Eigenschaft macht mich zum Forschenden
Ich habe ein gutes fotografisches Gedächtnis, das mir hilft, mich an obskure Artikel zu erinnern, die ich vor langer Zeit gelesen habe, und Verbindungen zu meinen aktuellen Beobachtungen herzustellen.
Mein Lieblingsgegenstand im Labor
Das Konfokalmikroskop: Bei jedem Forschungsprojekt werde ich unweigerlich einen Vorwand finden, ein Mikroskop zu benutzen, um in meine Zellen hineinzuschauen. Mikroskopie ist etwas, das ich immer irgendwie einbauen werde, egal um welches Projekt es sich handelt.
Mit dieser Person würde ich gerne einen Tag verbringen
Werner Herzog wäre unglaublich faszinierend zum Unterhalten - einfach nur dasitzen und seinen Gedanken über Leben und Menschen zuzuhören, wäre fantastisch.
So wird mein Forschungsbereich in 10 Jahren aussehen
Mit Fortschritten wie CAR-T-Zellen, Protein-Degradern und tieferen molekularen Einblicken in Krebs glaube ich, dass wir in den nächsten zehn Jahren enorme Fortschritte machen werden. Wahrscheinlich werden wir erhebliche Verbesserungen bei den Prognosen und ein viel besseres Verständnis vieler Krebsarten sehen.
24.03.2025
Dr. María Paula Roberti - „Neugier ist mein Antrieb“
Dr. María Paula Roberti ist Team-Leiterin für Transnationale Forschung in Immuno-Onkologie und Mikrobiom am Deutschen Krebsforschungszentrum. Gegenstand ihrer Forschung sind die Organismen, die für die Immunabwehr des Körpers gegen Krebszellen verantwortlich sind.
Übersetzt aus dem Englischen.
Das mache ich nach intensiver Forschung, um zu entspannen
Zeit mit meiner Familie verbringen.
Dieses Erlebnis hat mein Interesse an meinem Forschungsgebiet geweckt
Schon in der Schule hat mich die Leidenschaft meiner Chemielehrerin für ihr Fach inspiriert, einen Beruf zu finden, der mir ebenso viel Freude bereiten würde. Mein Interesse an menschlicher Gesundheit, Chemie und Biologie hat mich dann in den Bereich der Biowissenschaften geführt.
Meine Forschung in drei Sätzen
Die in unserem Körper lebenden Mikroorganismen, auch Mikrobiota genannt, spielen eine entscheidende bei der Unterstützung der physiologischen Funktionen unseres Immunsystems zur Abwehr von Infektionen und Krebs. Ein Ungleichgewicht in der Mikrobiota (Dysbiose) kann Immunreaktionen fehlgesteuert ablaufen lassen. Meine Forschung konzentriert sich auf die Untersuchung des Einflusses der Mikrobiota auf die Tumorimmunität, insbesondere im Zusammenhang mit Krebstherapien. Für die Entwicklung wirksamerer Krebstherapien ist das Verständnis der Mechanismen, die die Immunität regulieren, von entscheidender Bedeutung.
Diese drei Dinge sind bei meiner Arbeit unverzichtbar
Entschlossenheit, Kreativität, Beständigkeit
Diese Eigenschaft macht mich zum Forschenden
Neugier ist mein Antrieb. Ich liebe es, mich Herausforderungen zu stellen und mein Wissen zu erweitern, das Patientinnen und Patienten zugutekommt.
Mein Lieblingsgegenstand im Labor
Das Durchflusszytometer
Mit dieser Person würde ich gerne einen Tag verbringen
Meine Liebsten in Argentinien, da ich sie nicht jeden Tag sehen kann.
So wird mein Forschungsbereich in 10 Jahren aussehen
Klinische Studien zur Transplantation der fäkalen Mikrobiota bei Krebspatientinnen und -patienten, die sich einer Immuntherapie unterziehen, befinden sich noch in einem frühen Stadium. Die Ergebnisse sind jedoch vielversprechend. Die gezielte Modulation des Mikrobioms, seiner Funktionen oder der damit verbundenen immunsuppressiven Mechanismen stellt eine entscheidende Komponente zukünftiger Ansätze der Präzisionsmedizin dar. Um dieses Potenzial voll auszuschöpfen, bedarf es weiterer multidisziplinärer Anstrengungen.
29.01.2025
Christina Stengl - Lösungsorientiertes Denken gepaart mit Neugier
Christina Stengl ist als PostDoc am Deutschen Krebsforschungszentrum tätig. Das von ihr entwickelte Modell kann Atembewegungen simulieren. Christinas Ziel ist es, die Krebstherapie zu verbessern.
Das mache ich nach intensiver Forschung, um zu entspannen
Ich lasse meiner Kreativität freien Lauf - sei es beim Nähen, Plotten oder Werken.
Dieses Erlebnis hat mein Interesse an meinem Forschungsgebiet geweckt
Eine Reihe von Praktika in verschiedenen Bereichen hat mich dazu inspiriert, an der Schnittstelle von Technik, Physik, Medizin und Biologie zu arbeiten und dabei praktische Lösungen für die Strahlentherapie zu entwickeln.
Meine Forschung in drei Sätzen
In der Strahlentherapie wird ionisierende Strahlung eingesetzt, um Tumorzellen zu zerstören und gesundes Gewebe zu schonen. Anthropomorphe Phantome, also Nachbildungen des menschlichen Körpers, ermöglichen es, Therapieansätze ohne Risiko für Patienten zu testen. Dank des 3D-Drucks können diese Phantome reproduzierbar hergestellt und zur Messung der Strahlendosis genutzt werden.
Diese drei Dinge sind bei meiner Arbeit unverzichtbar
Mein Lieblingsgegenstand im Labor/am Arbeitsplatz ist
3D-Drucker
Mit dieser Person würde ich gerne einen Tag verbringen
Marie Curie
So wird mein Forschungsbereich in 10 Jahren aussehen
In zehn Jahren hoffe ich, dass unsere Phantome den menschlichen Körper mit Bewegung und radiologischen Parametern perfekt nachahmen können, um Präzision und Sicherheit von Krebstherapien zu verbessen und technologische Innovationen voranzutreiben.