European Cancer Hub Germany: Brücke zwischen Nationaler Dekade gegen Krebs und EU Krebsmission
Mit dem Start des European Cancer Hub Germany geht eine Task Force an den Start, die die Zusammenarbeit in der Krebsforschung auf ein neues Level hebt. Das Ziel: Kräfte bündeln, Synergien schaffen, Innovationen schnell in die Praxis bringen.
Am 3. November 2025 nimmt der European Cancer Hub Germany offiziell seine Arbeit auf. Mit dieser neuen Arbeitsgruppe intensiviert die Nationale Dekade gegen Krebs die Verbindung zwischen deutscher Spitzenforschung und den ambitionierten Zielen der Europäischen Krebsmission. Ziel ist es, Kräfte zu bündeln, die deutsch-europäische Zusammenarbeit in der Krebsbekämpfung zu intensivieren.
Lokal stark, gemeinsam stärker
Die Europäische Union setzt mit der Mission gegen Krebs das Ziel, bis 2030 das Leben von mehr als drei Millionen Menschen zu verbessern, ergänzt durch Europe’s Beating Cancer Plan. In Deutschland stärkt die Nationale Dekade gegen Krebs seit sechs Jahren die Forschung in Prävention, Früherkennung, Diagnostik und innovativen Therapien und wirkt strukturell, um den Transfer in die Versorgung zu beschleunigen. Der European Cancer Hub Germany verbindet diese Ebenen und schafft die Strukturen, damit aus beiden Programmen gemeinsames Handeln mit messbarer Wirkung wird. Er fungiert als Plattform für alle relevanten Akteure aus Wissenschaft, Politik, Patientenschaft, Klinik und Industrie.
„Der European Cancer Hub Germany ist das Ergebnis eines klaren Bewusstseins: Nur gemeinsam können wir die großen Herausforderungen in der Krebsforschung und Versorgung meistern. Er ist das verbindende Element, das die national europäische Zusammenarbeit konkretisiert: Als Plattform, um deutsche Expertise gezielt in europäische Strategien einzubringen, den Zugang zu EU Förderinstrumenten zu ebenen und den Austausch der unterschiedlichen Akteure zu verbessern und zu strukturieren“, sagt Matthias Hauer, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, der den Vorsitz des Strategiekreises der Nationalen Dekade gegen Krebs innehat.
Der Hub ist am Strategiekreis der Dekade verankert und arbeitet eng mit bestehenden nationalen und europäischen Initiativen zusammen. Er sorgt dafür, die Potenziale und die Expertise der deutschen Krebsforschung zielgerichtet in europäische Strategien und Aktivitäten einzubringen, europäische und nationale Ziele zusammenzuführen und eine zügige, breit angelegte Umsetzung voranzutreiben. Zur Mission gehört auch, Synergien zu nutzen, von den Erfahrungen der europäischen Partner zu profitieren und gemeinsame Projekte länderübergreifend zu entwickeln. Deutschen Akteuren erleichtert der Hub außerdem den Zugang zu europäischen Netzwerken, Konsortien und Förderstrukturen und sorgt für größere internationale Sichtbarkeit des deutschen Engagements für das Thema Krebsforschung.
„Als Mitglied des EU Cancer Mission Boards sehe ich täglich, wie wichtig es ist, nationale Kompetenzen in europäische Entscheidungsprozesse einzubringen. Der European Cancer Hub Germany ermöglicht es uns, deutsche Exzellenz direkt in die Entwicklung europäischer Strategien einfließen zu lassen und damit Innovationen spürbar zu beschleunigen. Gleichzeitig lernen wir von unseren europäischen Partnern. So gewinnen wir Tempo und Wirkung für Patientinnen und Patienten“, betont Dr. Benedikt Westphalen, Hub Leiter und Mitglied des EU Cancer Mission Boards.
Innovationsförderung durch agile Strukturen
Organisatorisch arbeitet der European Cancer Hub Germany strategisch und operativ zugleich. Ein agiles Steuerungsteam definiert Prioritäten und initiiert Pilotaktivitäten. Das Team wird bei Bedarf projektbezogen durch wechselnde Expertinnen und Experten ergänzt. Transparente Kommunikation, anlassbezogener Austausch und die enge Zusammenarbeit mit bestehenden Strukturen bilden die Grundlage für effiziente Prozesse und kurze Entscheidungswege.
„Internationale Vernetzung ist der Schlüssel zu besseren Präventions , Diagnose und Therapieergebnissen. Mit dem Hub schaffen wir verlässliche Brücken zwischen Labor, Klinik und Patienten. Und das über Institutionen und Ländergrenzen hinweg. Das DKFZ und viele starke Partner bringen ihre Exzellenz ein, damit Wissen schneller dort ankommt, wo es Leben verbessert“, sagt Prof. Dr. Dr. Sonja Loges, stellvertretende Hub Leiterin und Ärztliche Direktorin Abteilung für Personalisierte Onkologie, Universitätsklinikum Mannheim, Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ).
Weitere allgemeine Informationen zum Hub, seinen Mitgliedern sowie den Aktivitäten des Hubs finden Sie hier.