BALANCE-ET – Endokrine Therapie im Gleichgewicht
Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. In Deutschland erkrankt etwa eine von acht Frauen im Laufe ihres Lebens. Rund drei Viertel der Betroffenen erhalten eine Hormontherapie (medizinisch: „endokrine Therapie“), weil ihr Tumor auf Hormone wie Östrogen reagiert. Diese Behandlung kann die Prognose deutlich verbessern, geht aber oft mit belastenden Nebenwirkungen einher: wechseljahrähnliche Beschwerden, Erschöpfung (Fatigue) und Konzentrations- oder Gedächtnisprobleme können während und nach der Therapie auftreten und lange anhalten.
BALANCE-ET untersucht, wie sich die Hormontherapie langfristig auf Lebensqualität und Rückfallrisiko auswirkt und welche molekularen Faktoren dabei eine Rolle spielen. Die Erfahrungen von Patientinnen fließen dabei von Anfang an in die Forschung ein: Sie wirken in Gremien mit und helfen, Fragestellungen und Studiendesign an der Lebenswirklichkeit Betroffener auszurichten. Darauf aufbauend werden Strategien entwickelt, um die Dauer und Intensität der Hormontherapie individueller zu steuern.
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