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Neue Impulse für die europäische Krebsforschung

Ein erfolgreicher Vernetzungs-Workshop zur onkologischen Palliativmedizin, aktuelle europäische Förder- und Netzwerkmöglichkeiten sowie das bevorstehende Showcase-Event „5 Jahre EU-Krebsmission: Gemeinsam stärker“ der EU bieten Forschenden vielfältige Chancen zur Vernetzung, Kooperation und Beteiligung an europäischen Forschungs- und Innovationsprojekten.

Vernetzungs-Workshop zur onkologischen Palliativmedizin im Rahmen der EU-Krebsmission

Mit über 40 Teilnehmenden der deutschen Palliativmedizin fand am 25. März 2026 der virtuelle Strategie- und Vernetzungs-Workshop „Onkologische Palliativmedizin in der EU-Krebsmission – Vernetzung und Konsortienbildung“ des European Cancer Hub Germany statt. Ziel der Veranstaltung war es, die deutsche Palliativmedizin stärker in die europäische Krebsforschung einzubinden und die Voraussetzungen für erfolgreiche Antragstellungen im Rahmen des Horizont Europa-Arbeitsprogramms 2026–2027 zu schaffen. Im Mittelpunkt standen dabei die Vorstellung der aktuellen Ausschreibung „Earlier and more precise palliative care“, der fachliche Austausch sowie die Vernetzung führender akademischer Standorte. In einer Pitch-Session präsentierten Teilnehmende eigene Projektideen und Forschungsschwerpunkte, wodurch erste Ansätze für gemeinsame Konsortien und zukünftige Kooperationen entwickelt werden konnten. Die Veranstaltung legte damit einen wichtigen Grundstein für die weitere Zusammenarbeit und die Entwicklung innovativer Forschungsprojekte.

 

Förderung von F&I-Maßnahmen auf EU-Ebene

Neben den bereits veröffentlichten Ausschreibungen im Arbeitsprogramm 2026-2027 der Krebsmission für Fördermaßnahmen europäischer Forschungs- und Innovationsprojekte, wurden weitere Ausschreibungen in anderen EU-Programmen und -Initiativen mit Relevanz für das Themenfeld Krebs veröffentlicht.

Digital Europe Programm

DIGITAL-2026-AI-PILOTING-10-SCREENING: "Apply AI: Piloting AI-based image screening in medical centres"

Diese Ausschreibung aus dem Digital Europe Programm zielt darauf ab, die Einführung und den Einsatz cloudbasierter KI-Systeme mit europäischen KI-Algorithmen für das medizinische Bildscreening zu beschleunigen, wobei der Schwerpunkt auf der Früherkennung und Diagnose von Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen liegt. Die Frist für die Einreichung von Anträgen endet am 01. Oktober 2026.

Das Digital Europe Programm ist ein EU-Förderprogramm, das digitale Technologien zugänglicher machen soll. So wird im Themenfeld Krebs über dieses Programm das Projekt „EUCAIM“, ein Eckpfeiler der von der EU-Kommission initiierten European Cancer Imaging Initiative, mit knapp 18 Millionen Euro unterstützt.

TRANSCAN-4 Joint Call (JTC 2026)

"Translational Research on Cancer Metabolism: Multidisciplinary Approaches for Diagnosis and Treatment"

Das ERA-NET TRANSCAN-4 hat das Ziel, nationale und regionale Förderprogramme für die Forschung im Bereich der translationalen Krebsforschung zu koordinieren, um eine effizientere Nutzung der verfügbaren Ressourcen (z. B. Daten, Infrastrukturen) zu gewährleisten. TRANSCAN-4 hat mit dieser Ausschreibung nun den ersten Joint Transnational Call veröffentlicht. Dabei müssen antragstellende transnationale Konsortien mindestens eines der folgenden zwei Ziele adressieren:

  • Verbesserung der Krebsdiagnostik und -überwachung durch metabolische Biomarker
  • Ausnutzung metabolischer Schwachstellen zur Verbesserung der Präzisionsmedizin

Die Förderung von klinischen Prüfungen in Phase III und IV ist dabei ausgeschlossen. Das Antragsverfahren ist zweistufig, mit einer Einreichfrist für die erste Stufe am 21. Juli 2026.

 

European Network of AI-powered advanced screening centres

Die Europäische Kommission sucht über einen Aufruf zur Interessenbekundung (Call for expression of interest) nach Einrichtungen des Gesundheitswesens, die sich dem Netzwerk europäischer, KI-gestützter Zentren für fortgeschrittene Vorsorgeuntersuchungen anschließen möchten. Der Aufruf richtet sich an Einrichtungen, die KI-basierte Lösungen im klinischen oder medizinischen Forschungsbereich implementieren, erproben oder evaluieren. Von besonderem Interesse sind dabei KI-basierte Lösungen für die Prävention, Früherkennung oder Diagnose von Krebserkrankungen, wie etwa KI-gestützte Software zur Tumorerkennung, oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Teilnahme am Netzwerk ist freiwillig und mit keiner EU-Finanzierung verbunden, bietet jedoch unter anderem die Möglichkeit des Wissens- und Erfahrungsaustausches, die Teilnahme an KI-Studien und Pilotprojekten sowie den Zugang zu Leitlinien auf EU-Ebene. Die Bewerbungsfrist endet am 10. September 2026.
Weitere Informationen zum Hintergrund und zu den Zielen des Netzwerks finden Sie hier:

Call for expression of interest - European Network of AI-powered advanced screening centres

 

EU-Krebsmission Showcase event

Die EU-Kommission plant für den 29. September bis 01. Oktober 2026 die Veranstaltung „5 Jahre EU-Krebsmission: Gemeinsam stärker“. Auf der dreitägigen Hybridveranstaltung in Brüssel sollen die bisherigen Fortschritte und Maßnahmen in der Krebsmission thematisiert werden. Die Veranstaltung soll die verschiedenen Stakeholdergruppen aus Forschung, Kliniken, Politik, Innovation, Forschungsförderung sowie Unternehmen zusammenbringen. In Diskussionen, interaktiven Sessions und anhand von Beispielprojekten werden bahnbrechende Ideen und Kooperationen präsentiert und künftige Schritte zur Erfüllung der Ziele der Krebsmission bis 2030 aufgezeigt. Eine Anmeldung zu Teilnahme an der Veranstaltung ist erforderlich und bis zum 01. Oktober 2026 unter folgendem Link möglich:

5 Jahre EU-Krebsmission: Gemeinsam stärker

 

NKS Gesundheit

Die Nationale Kontaktstelle Gesundheit arbeitet im Auftrag des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt. Sie wird vom DLR Projektträger (DLR-PT) betreut. Sie ist einer der von der Bundesregierung autorisierten Ansprechpartner der Europäischen Kommission in Deutschland für Horizont Europa, dem Rahmenprogramm für Forschung und Innovation der Europäischen Union. Ihre Zuständigkeit umfasst den Programmteil Gesundheit. Sie berät zu Fördermöglichkeiten und unterstützt bei der Antragstellung.

Die Nationale Kontaktstelle Gesundheit - NKS Gesundheit

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