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Startschuss für neue Projekte: Interaktive Technologien für die kardio-onkologische Nachsorge 

Mit fünf neuen Projekten der Förderrichtlinie „Interaktive Technologien für die kardio-onkologische Nachsorge“ setzt das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) im Rahmen der Nationalen Dekade gegen Krebs einen wichtigen Akzent: Im Mittelpunkt stehen interaktive Technologien, die helfen sollen, Spätfolgen nach einer Krebsbehandlung frühzeitig zu erkennen, besser zu behandeln und so die Lebensqualität von Krebsüberlebenden langfristig zu verbessern.

Die Vorhaben starten Anfang 2026. Sie bündeln Expertise aus Onkologie, Kardiologie, Informatik, Medizintechnik und Psychologie – mit einem klaren Ziel: Die Nachsorge nach einer Krebserkrankung soll personalisierter, präventiver und alltagsnah werden.

Frau blickt auf ihre Smart-Watch. FRL Bild
© AdobeStock/Benjama

Impulse für ein gesundes Herz

Moderne Krebsbehandlungen ermöglichen immer mehr Menschen ein Überleben ihrer Erkrankung. Gleichzeitig können Chemotherapien, Immuntherapien und Strahlentherapien das Herz und das Gefäßsystem langfristig schädigen. Herzinsuffizienz, Rhythmusstörungen oder Gefäßerkrankungen können noch Jahre nach Abschluss der Krebstherapie auftreten und werden im Versorgungsalltag bislang nicht immer frühzeitig genug erkannt. Genau hier setzt die Förderrichtlinie an: Interaktive Gesundheitstechnologien sollen über die eigentliche Krebstherapie hinaus eng begleiten und gemeinsam mit Ärztinnen und Ärzten dabei helfen, Herzrisiken frühzeitig sichtbar zu machen und individuell gegenzusteuern.

Dabei werden unter anderem Künstliche Intelligenz, Virtual Reality und Wearables wie Smartwatches genutzt. Die fünf neuen Projekte zeigen beispielhaft, wie diese Instrumente in der Versorgung von Krebsüberlebenden eingesetzt werden können. Außerdem werden sie in den kommenden Jahren wichtige Impulse für die kardio-onkologische Nachsorge geben und können den Weg zu weiteren digitalen Gesundheitsanwendungen ebnen, von denen viele Patientinnen und Patienten profitieren. 

Die geförderten Projekte im Überblick

CARDIO-HOPE (Universitätsklinikum Leipzig)

Das Projektteam von CARDIO-HOPE entwickelt eine digitale Nachsorgelösung für junge Erwachsene nach überstandener Krebserkrankung. Eine KI bündelt individuelle Daten zur körperlichen Aktivität und weiteren Gesundheitsparametern und bereitet sie so auf, dass sie für eine individualisierte Beratung und Empfehlungen genutzt werden können. Begleitend wird eine Interventionsstudie durchgeführt.

I-CHECK-HEART (Universitätsklinikum Essen)

Mithilfe von Künstlicher Intelligenz wird eine App entwickelt, die das individuelle Risiko für Herzerkrankungen nach einer Krebsbehandlung abschätzen soll. So sollen Ärztinnen und Ärzte früh erkennen können, welche Patientinnen und Patienten besonders gefährdet sind und eine engmaschigere Überwachung benötigen.

KARDIORAD (Universitätsklinikum Leipzig)

Um Patientinnen und Patienten nach einer Strahlentherapie bei der Überwachung ihrer Herzgesundheit zu unterstützen, entwickelt KARDIORAD eine digitale Plattform. Ziel ist eine proaktive und personalisierte Herzüberwachung, die Risiken früh sichtbar macht und die Lebensqualität nach Strahlentherapie verbessert.

KI-COMPASS (Hahn-Schickard-Gesellschaft für angewandte Forschung e.V.)

Die Forschenden möchten die Nachsorge für Menschen mit überstandenem Magen- oder Speiseröhrenkrebs stärker vorausschauend und personalisiert gestalten. Dazu entwickelt das Projekt eine nutzungsfreundliche, digitale Plattform, die kontinuierliche Daten aus Wearables (z. B. Smartwatches) mit medizinischen Befunden verknüpft. Eine KI wertet diese Daten aus und liefert Hinweise, wie Therapie und Nachsorge individuell angepasst werden können.

MOTIVATE (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf)

Das Projekt kombiniert Virtual Reality (VR), eine Smartphone-App und Wearables, um die kardio-onkologische Nachsorge zu erweitern. In einer VR-Umgebung werden Patientinnen und Patienten über ihren Gesundheitszustand und mögliche Herzrisiken aufgeklärt. Die App ermöglicht eine strukturierte Symptomabfrage und Live-Kommunikation mit dem Behandlungsteam.

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