Krebskranke besser behandeln: BMBF fördert praxisverändernde Studien mit über 60 Millionen Euro

Das wichtigste Ziel der Krebsforschung ist es, Lebensqualität und Heilungschancen von Erkrankten weiter zu verbessern. Einen wertvollen Beitrag hierzu leisten Studien, die die gängige Praxis in Prävention, Diagnose und Therapie überprüfen.

Darum will das Bundesforschungsministerium jetzt klinische Studien fördern, die in der Krebsmedizin etablierte Strategien miteinander vergleichen und ihren Nutzen für die Patientinnen und Patienten bewerten. Im Fachjargon spricht man auch von konfirmatorischen Studien. Sie identifizieren die erfolgsreichsten Strategien und decken Optimierungsbedarfe im Versorgungsalltag auf. Die gewonnenen Erkenntnisse helfen, die Versorgungspraxis gezielt zu verbessern, die Überlebenschancen Krebskranker weiter zu erhöhen und ihnen mehr Lebensqualität zu bieten. Das Besondere an diesen Studien: Sie berücksichtigen auch die Sichtweisen und Bedarfe der Patientinnen und Patienten sowie weiterer relevanter Interessengruppen aus dem Gesundheitswesen.

Mit dieser neuen Fördermaßnahme ermöglicht das Bundesministerium für Bildung und Forschung erstmals die Förderung solcher praxisverändernden Studien im Bereich der Krebsmedizin. In den kommenden zehn Jahren stellt es dafür bis zu 62 Millionen bereit. Solche Studien sind häufig sehr aufwendig und teuer, da sie eine große Zahl von Patientinnen und Patienten, lange Zeiträume und oftmals eine größere Zahl teilnehmender Kliniken erfordern.

Auf www.gesundheitsforschung-bmbf.de erfahren Sie mehr über die laufende Bekanntmachung:

Richtlinie zur Förderung praxisverändernder klinischer Studien zur Prävention, Diagnose und Therapie von Krebserkrankungen