BETEILIGUNG – Gemeinsam gegen Krebs

Beteiligung und Einbeziehung sind der Schlüssel dafür, dass neue Erkenntnisse der Krebsforschung in Prävention, Diagnose und Therapie auch tatsächlich bei den Menschen ankommen und den Alltag der Betroffenen spürbar verbessern.

Die Krebsforschung der Zukunft wird gemeinsam mit Nutzern, Anwendern und Umsetzern gestaltet. Denn Beteiligung und Einbeziehung aller Akteure und Betroffenen sind der Schlüssel dafür, dass neue Erkenntnisse für innovative Ansätze in Prävention, Diagnose und Therapie auch tatsächlich bei den Menschen ankommen und den Alltag der Betroffenen spürbar verbessern.

Deutsches Krebsforschungszentrum/Uwe Anspach

Quelle: Deutsches Krebsforschungszentrum/Uwe Anspach

Die zentralen Aufgaben der Krebsforschung: Möglichst frühe Diagnose und Heilung der Erkrankung sowie Entwicklung neuer Behandlungsmethoden, um ein gutes Leben mit Krebs zu ermöglichen. Wichtig ist, dass Erkenntnisse der Wissenschaft schneller als bisher in der klinischen Anwendung ankommen. Das gelingt nur, wenn alle Interessengruppen von vorneherein eng zusammenarbeiten: Von der Entwicklung der Forschungsfrage, über die Teilhabe an der Forschung selbst bis hin zur Verbreitung der Ergebnisse. In der Gesundheitsforschung sind es vor allem Vertreterinnen und Vertreter aus Patienten- und Bürgerschaft, die aktiv in die Forschung einbezogen werden sollen. Denn ihre Beteiligung bringt zusätzliche Perspektiven und Expertisen ein und trägt so dazu bei, dass sich die Forschung an den tatsächlichen Bedürfnissen der Menschen orientieren kann.

Wichtig ist auch, dass Angehörige, Ärzte und Pflegepersonal frühzeitig beteiligt werden, damit alle Bedarfe berücksichtigt werden können.

Eine starke Krebsforschung ist wichtig, um das Leben der betroffenen Menschen zu verbessern: Durch die Nationale Dekade gegen Krebs werden Kräfte gebündelt und freigesetzt. Die Initiative wird zu einem besseren Miteinander von Forschung, Versorgung und Gesellschaft führen. Ziel ist eine effiziente Überführung von Forschungsergebnissen in den Alltag der ärztlichen Versorgung. Gleichzeitig soll eine neue Offenheit gegenüber dem sensiblen Thema Krebs erreicht werden. Das kann gelingen, wenn alle Kräfte in der Nationalen Dekade gegen Krebs mobilisiert werden. Beteiligung und Einbezug, also die Partizipation aller relevanten Interessengruppen, wird in allen Phasen der Dekade eine entscheidende Rolle spielen und aktiv unterstützt.

Renate Pfeifer, BAG SELBSTHILFE

„Die Nationale Dekade gegen Krebs wird erfolgreich sein, wenn sie sich auf die Patientenperspektive konzentriert. Für die Forschung bedeutet dies allem voran eine Ausrichtung an der komplexen Lebensrealität an Krebs erkrankter Menschen und ihrer Angehörigen sowie an patientenrelevanten Endpunkten. Das wiederum bedeutet, Patienten nicht erst bei der Bewertung neuer Therapien oder Methoden zu beteiligen, sondern bereits bei deren Entwicklung. Die Krebs-Selbsthilfe teilt ihre Erfahrungen mit einer frühen Einbindung in Studienkonzepte und der Mitwirkung in Patientenbeiräten gern mit #XgegenKrebs.“