20. Oktober 2020: Vision Zero

Vision Zero - Die Neuvermessung der Onkologie

6. Interdisziplinäres Symposium Innovations in Oncology

Auszug aus dem Grußwort der Kongressleitung:
Die Vision Zero für den Straßenverkehr, die vor rund 30 Jahren in Schweden ihren Anfang nahm, geht von der Prämisse aus, dass Menschen nicht immer fehlerfrei handeln, versucht aber Rahmenbedingungen und Systeme so zu ändern, dass diese Fehler niemanden bedrohen: Heute gibt es eine Gurtpflicht für Autofahrer, eine Helmpflicht für Motorradfahrer, ABS, Airbags etc. Diese Rigorosität des Handelns müssen wir auf die Krebsbekämpfung übertragen.

Anstatt vom Menschen Perfektion und Anpassung an ein wenig perfektes System zu verlangen, brauchen wir ein System, das menschliche Verhaltensweisen antizipiert und toleriert.

„Vision Zero“ heißt, wir müssen jeden einzelnen Stein umdrehen und alles anschauen: den Lebensstil, die Präventionsangebote, die (frühe) Diagnostik, die Therapie, die Ursachenforschung, den Studienstandort Deutschland. Wir brauchen auch rasch eine digitale Erfassung und Vernetzung der Daten, so dass jeder Arzt und Patient erfahren und verstehen kann, wie die letzten zehn Fälle gleicher Art behandelt worden sind. Krebserkrankungen sind molekular hochkomplex. Deshalb brauchen wir die Daten aus der Routinebehandlung für die Fortentwicklung und Qualitätsverbesserung von Therapien.

Was könnte Vision Zero in zehn Jahren erreichen? „Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen.“, um Karl Valentin zu zitieren. Aber: Wir dürfen nicht aufgeben und sollten unser ambitioniertes Ziel immer im Blick behalten. Deshalb setzen wir uns mit allem Nachdruck für „Vision Zero“ in der Onkologie ein.  

Veranstaltungsort:

Berlin

Link:

https://vision-zero-2020.de/


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